Wir schreiben das Jahr 2030. Der Rückblick auf die Mitte der 2020er Jahre zeigt eine Zeit der Krisen: Explodierende Preise an den Zapfsäulen, unkalkulierbare Heizkosten und die schmerzhafte Erkenntnis, dass die österreichische Wirtschaft am Tropf autokratischer Öl- und Gasstaaten hängt. Doch genau dieser unerträgliche finanzielle Druck war der Weckruf, den das Land brauchte. Aus der Notwendigkeit heraus entstand das größte Modernisierungsprojekt der Zweiten Republik: Die „Alpen-Autarkie“.
LOVELECTRIC durfte an einem dieser Abende im Emailwerk Seekirchen teilhaben, an denen die Luft förmlich knistert. Das Kulturhaus war bis auf den letzten Platz ausverkauft. Die Erwartung im Raum war greifbar, als Helga Kromp-Kolb die Bühne betrat. Auf Einladung eines starken regionalen Netzwerks war die Ikone der österreichischen Klimaforschung gekommen, um über weit mehr als nur Daten und Fakten zu sprechen - nämlich wie das scheinbar Unmögliche plötzlich zum politisch Unvermeidlichen wird...
Elektroautos sind (noch) zu teuer, um den Massenmarkt zu erreichen. Was aber, wenn wir stattdessen die Millionen vorhandenen Verbrenner auf Elektroantrieb umrüsten würden? Diese radikale Idee könnte der entscheidende Turbo für die Verkehrswende sein. Die Elektrifizierung unserer Straßen muss nicht auf teure Neuwagen warten. Die Technologie, um den gigantischen Fuhrpark an Verbrennern zu reinigen, existiert bereits. Es ist eine Frage des Willens, sie im großen Stil einzusetzen...