Dass Dänemark heute als eines der am besten vorbereiteten Länder Europas im Umgang mit der Klimakrise gilt, ist kein Zufall und kein schneller Erfolg. Die Voraussetzungen dafür wurden vor Jahrzehnten gelegt. Als die Ölkrisen der 1970er-Jahre das Land hart trafen, entstand ein Bewusstsein für Abhängigkeiten – und für Verwundbarkeit. Energie wurde plötzlich politisch, strategisch, gesellschaftlich. Dänemark reagierte früh: mit klaren politischen Leitplanken und nüchternen Umgang mit Rückschlägen.
Das Ministerium stellt in seiner Antwort klar, dass es sich bei den Milliardenzahlungen formal nicht um „Strafen“, sondern um den rechtskonformen Zukauf von Emissionsrechten handelt, falls nationale Klimaziele verfehlt werden. Die Behörde relativiert die oft genannten Höchstsummen und beziffert die Kosten – basierend auf aktuellen Budgetprognosen und ohne den Waldsektor (LULUCF) – derzeit auf etwa 1,58 bis 2,86 Milliarden Euro. Und: eine Zielerreichung bis 2030 könne nicht garantiert werden...