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Dänemark im Rückspiegel: Ein Roadtrip zwischen System und Seele

Die letzten Tage unserer Reise verbringen wir auf Møn. Vor uns leuchten die weißen Kreidefelsen in der Nachmittagssonne, hinter uns liegen fast zwei Wochen unterwegs durch Dänemark. Tausende Bilder auf den Speicherkarten. Unzählige Eindrücke im Kopf. Es ist einer dieser Momente, in denen eine Reise langsam beginnt, sich zu einer Geschichte zu verdichten.

 

Begonnen hat sie in Kopenhagen. Bewusst ohne Auto. Zwei Tage lang erkunden wir die Stadt mit dem Fahrrad, tauchen ein in den Rhythmus einer Metropole, die das Radfahren nicht als Alternative betrachtet, sondern als Selbstverständlichkeit. Das Dahingleiten auf der eleganten, orangefarbenen Hochbahn-Radbrücke Cykelslangen im morgendlichen Berufsverkehr ist ein Erlebnis von müheloser Integration – wir schwimmen mitten im kollektiven Puls der Stadt, die das Fahrrad nicht nur benutzt, sondern lebt. Niemand kämpft um Platz. Niemand scheint es eilig zu haben. Und doch bewegt sich alles erstaunlich effizient vorwärts. Zwischen den bunten Fassaden von Nyhavn, den eigenwilligen Freiräumen von Christiania und einem lauen Abend im Tivoli wächst ein Eindruck, der uns die gesamte Reise begleiten wird: Dänemark wirkt organisiert, ohne organisiert wirken zu wollen.

 

Von Kopenhagen setzen wir mit einer elektrischen Fähre nach Samsø über. Die Insel gilt als Vorreiter der Energiewende, doch was uns stärker beeindruckt als jede Statistik, ist ihre Gelassenheit. Sanfte Hügel, weite Felder, kleine Dörfer und ein Wind, der uns auf unseren Fahrrädern mehr als einmal an unsere Grenzen bringt. In Nordby stehen die reetgedeckten Häuser so friedlich in der Landschaft, als hätten sie nie etwas anderes getan. Am Ende treffen wir noch Søren Hermansen, der CEO der Ernergie-Akademie und die treibende Kraft hinter Samsøs weltberühmter Transformation. Was als kurzer Blick durch die Tür gedacht war, wurde zu einer exklusiven Führung durch das schlagende Herz der dänischen Energiewende. Irgendwie passt auch das zu dieser Insel, die zeigt, dass Nachhaltigkeit weniger mit Verzicht als mit einem anderen Tempo zu tun hat.

 

Aarhus empfängt uns anschließend mit urbaner Energie. Im neuen Hafenviertel wachsen kühne Gebäude aus dem ehemaligen Industrieareal. Das spektakuläre „Isbjerget“ spiegelt sich im Wasser, während über der Stadt Olafur Eliassons Regenbogenring schwebt. Als wir durch die farbigen Glasscheiben auf Aarhus blicken, verändert sich mit jedem Schritt die Perspektive. Vielleicht ist genau das die eigentliche Qualität des Reisens. Weiter nördlich wird die Landschaft zunehmend weit und still. Am Mariager Fjord wandern wir durch die hügeligen Bramslev Bakker, vorbei an grasenden Schafen, Rindern und steilen Hängen, die einst von Gletschern geformt wurden. Die Wege führen durch eine Landschaft, die nicht spektakulär sein muss, um lange im Gedächtnis zu bleiben.

 

Ganz anders Skagen. Dort, wo Dänemark langsam in Sand übergeht und schließlich endet. Am Grenen stehen wir mit den Füßen im Wasser und beobachten, wie Nordsee und Ostsee aufeinandertreffen. Zwei Meere, zwei Farben, zwei Bewegungen. Wenige Kilometer weiter erhebt sich die Råbjerg Mile wie eine kleine Sahara. Millionen Kubikmeter Sand wandern hier langsam durch die Landschaft – ein Ort, der daran erinnert, dass selbst vermeintlich feste Dinge ständig in Bewegung sind.

 

Auf dem Rückweg begegnen wir einem anderen Dänemark. Dem rauen Dänemark der Nordsee. Im Nationalpark Thy peitscht der Wind über die Dünen, in Cold Hawaii tragen Wellen die Surfer Richtung Strand. Auf Thyholm rollen wir wieder mit dem Fahrrad durch kleine Fischerdörfer, bevor wir am Oddesund auf ehemalige Weltkriegsbunker stoßen, die heute als Kunsthalle genutzt werden. Einer jener Orte, die zeigen, wie selbstverständlich die Dänen ihrer Vergangenheit neue Aufgaben geben. Diese Beobachtung begegnet uns immer wieder. Im Gutshof Lundsgaard. In der ehemaligen Textilfabrik Brandts in Odense. In umgenutzten Häfen, Fabriken und Bahnhöfen. Dänemark konserviert Geschichte nicht wie ein Museumsstück. Es schreibt sie einfach weiter.

 

Schließlich schließt sich auf Møn der Kreis. Wir steigen die lange Holztreppe hinunter zu den Kreidefelsen, stehen am schmalen Strand unter den weißen Wänden und blicken auf die Ostsee hinaus. Später besuchen wir noch Nyord, ein kleines autofreies Dorf, in dem die Zeit ein wenig langsamer zu vergehen scheint. Stichwort Auto: Unser elektrischer Begleiter, ein Volkswagen ID.7 Pro Tourer, hat diese Reise ebenso entspannt absolviert wie wir. Das dänische Ladenetz funktioniert zuverlässig, die Distanzen sind angenehm, die Infrastruktur wirkt durchdacht. Elektromobilität erscheint hier nicht als Zukunftsversprechen, sondern als selbstverständlicher Teil des Alltags.

 

Doch die wichtigste Erkenntnis dieser Reise hat wenig mit Autos zu tun. Vielleicht ist es das dänische Vertrauen (Tillid), das uns am meisten beschäftigt. Das Vertrauen darauf, dass Menschen Verantwortung übernehmen können. Dass nicht alles kontrolliert und geregelt werden muss. Dass Gemeinschaft funktioniert. Dieses Vertrauen scheint vieles möglich zu machen: mutige Infrastrukturprojekte, die Energiewende, lebenswerte Städte und einen entspannten Alltag. Wenn wir nun auf die vergangenen zwei Wochen zurückblicken, bleiben nicht einzelne Sehenswürdigkeiten in Erinnerung. Sondern eine Haltung. Eine Gesellschaft, die konsequent modernisiert, ohne ihre Gelassenheit zu verlieren. Die weitergeht, ohne ständig neu anfangen zu müssen. Und vielleicht ist genau das die größte Lektion dieses Roadtrips.

 

Die hellen dänischen Juninächte werden jedenfalls noch lange in uns nachleuchten.

Unsere Reisebegleiter: Umfulana und Volkswagen

 

Es war nicht die erste Reise, die wir mit Umfulana (https://www.umfulana.de) machen durften, und man kann nicht einmal sagen, diese war eine der besten, denn für  uns waren alle bisher großartig und bestens organisiert. Die Route gut gewählt und sehr sensibel mit uns abgestimmt, die Quartiere allesamt „besonders“. Hier ist nicht nur die Lage und die Qualität gemeint, sondern auch die Menschen, die den Großteil des Gefühls einer Reise beeinflussen. Zudem eine Vielfalt an unterschiedlichen Konzepten - vom kleinen 9-Zimmer-Haus mit „Haubenkoch“ bis zum großen Stadthotel, aber auch hier mit ausserordentlichem und charmantem Flair. Diese Dänemarkreise war für uns ein weiterer Beweis der Reise-Kompetenz von Umfulana im allerbesten Sinne. Auch die zur Verfügung gestellten Unterlagen waren genußvolle Lektüre und Hilfe zur Orientierung und Entdeckung großer und kleiner Sehenswürdigkeiten am Weg. Und - das so noch erwähnt - dass man in keinem der Hotels irgendwelche Dokumente ausfüllen muss oder Reisepässe zeigen, sondern einfach ankommt und den Zimmerschlüssel übernimmt, ist ein wunderbares Detail, dass die Genauigkeit und auch das Wissen um den kleinen Komfort der Umfulana-Crew zeigt.

 

Der elektrische Volkswagen, mit dem wir Dänemark bereisten, war ein ID.7 Tourer – ein Fahrzeug, das wie geschaffen scheint für lange Entdeckungsreisen. Mit seinem großzügigen Raumangebot bot er ausreichend Platz für Gepäck, Kameraausrüstung und alles, was man für zwei Wochen als reisende Blogger unterwegs benötigt. Besonders auf den langen Etappen zwischen den Inseln überzeugte der Kombi durch seinen hohen Reisekomfort, die angenehme Geräuschkulisse und die souveräne Reichweite. Die 77-kWh-Batterie erwies sich im dänischen Reisealltag als ideal dimensioniert. Dank des hervorragend ausgebauten Ladenetzes konnten wir unsere Stopps flexibel planen und ausschließlich mit Besichtigungen, Cafébesuchen oder Spaziergängen verbinden. So wurde der ID.7 Tourer während der Reise genau das, was ein gutes Auto sein sollte: kein Hauptdarsteller, sondern ein verlässlicher Begleiter. Als unterstützende Maßnahme für unseren gemeinnützigen Verein zur Förderung der Elektromobilität (www.lovelectric.at) von Volkswagen Denmark (https://www.volkswagen.dk/da.html) zur Verfügung gestellt.

 

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