· 

7. Etappe | Tag 14: Karibik des Nordens – Die weißen Riesen von Møns Klint

Der Morgen auf Møn beginnt genau so, wie der gestrige Abend aufgehört hat: tiefenentspannt und voller Vorfreude, aber auch in dem Bewusstsein, dass dies unser letzter Erlebnistag sein wird vor der Abreise. Nach unserem kulinarischen Highlight im Ellevilde Boutique Hotel brechen wir heute auf, um das geologische Wahrzeichen der Insel zu erkunden. Unser erstes Ziel führt uns ganz in den Osten: die weltberühmten Kreidefelsen von Møns Klint. Der ID.7 Pro Tourer schlängelt sich über die schmalen, hügeligen Straßen der Insel, während um uns herum das tiefe Grün der Wälder dichter wird.

 

490 Stufen in die Erdgeschichte

Wir parken den Wagen nahe dem Geocenter und warten, denn es hat gerade zu regnen begonnen. Ein paar Minuten später betreten den Klinteskoven. Dieser Buchenwald ist ein visuelles Phänomen für sich: Das extrem frische, fast neongrüne Blätterdach der alten Bäume bildet im Juni einen spektakulären Kontrast. Um diese Urgewalt der Natur hautnah zu spüren, nehmen wir die sportliche Herausforderung an. Über Dänemarks längste Holztreppe (großartige Zimmermannsarbeit) geht es exakt 490 Stufen steil hinab zum schmalen Kieselstrand. Spätestens hier unten, eingekesselt zwischen der rauen Ostsee und der gigantischen, weißen Wand aus Jahrmillionen alten Mikrofossilien, wird man ganz klein. Und dann öffnet sich der Blick: Vor uns ragen die schneeweißen Kreidefelsen bis zu 128 Meter fast senkrecht aus der Ostsee empor. Das Wasser leuchtet in einem so intensiven Türkiston, dass man sich augenblicklich in die Karibik versetzt fühlt. Wir wandern über die ausgewaschenen Feuersteine, lauschen dem rauen Knirschen unter unseren Schuhen und spüren die salzige Luft.


Wo der Wein seine Wurzeln schlägt

Während wir die über 490 Stufen im Schweiße unseres Angesichts wieder nach oben bezwingen (die perfekte Kompensation für das geschmorte Schwein von gestern!), schließt sich für uns der logische Kreis zum gestrigen Abend. Diese gigantischen Kalkmassen, die die Eiszeitgletscher hier emporgepresst haben, sind schließlich das Geheimnis hinter unserem dänischen Orange-Wein Bas 31. Es sind genau diese extrem mineralischen Kreideböden der Insel, die den PIWI-Rebsorten Solaris und Orion ihre knackige, saftige Frische verleihen. Zu sehen, wo diese Aromen ihren Ursprung haben, macht das Naturerlebnis auf Møn komplett.

Am Ende des Tages folgen wie noch einem Geheimtipp. Am nordwestlichen Zipfel von Møn liegt die winzige, vorgelagerte Insel Nyord, die nur über eine schmale Brücke erreichbar ist. Das gleichnamige Dorf ist komplett autofrei (der ID.7 bleibt am Dorfrand stehen) und hat sich seinen historischen Charme aus dem 18. Jahrhundert mit reetgedeckten Höfen und engen Gassen perfekt bewahrt.

Unser Fazit des letzen Urlaubstages:

Møn zeigt auf engstem Raum, wie Naturtourismus im Einklang mit der Ökologie funktioniert. Die Insel ist auch eine Künstler-Oase und zieht seit Jahrzehnten Kunsthandwerker, Keramiker, Maler und eben auch innovative Köpfe wie die Macher des Ellevilde Boutique Hotels oder des Weingut Bas an. Es gibt eine lebendige Szene von kleinen Hofläden, die von Gin bis zu handgemachter Schokolade alles lokal produzieren. Møn hat uns vom ersten Moment an in seinen Bann gezogen. Es ist ein von der UNESCO geschütztes Biosphärenreservat, das zeigt, wie harmonisch unberührte Natur, nachhaltiges Leben und kompromisslose Lebensqualität zusammenpassen. 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0