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5. Etappe | Tag 9 - Von Skagen nach Thyholm durch den Nationalpark

Ein morgendlicher Blick durchs Fenster bestätigt das durchgehende Rauschen der Nacht - es regnet „Cats & Dogs„. Wir schaffen es nach dem Frühstück nicht einmal, trocken bis ins Auto zu kommen, aber dann gehts los. Unser Ziel: Thyholm am Limfjord. Dieser Fjord ist die natürliche Grenze zwischen Nord- und Mittel-Jütland. Die Landschaft dort ist geprägt von felsigen Stränden, Steilküsten, weiten Feldern und Wiesen. Aber um dorthin zu gelangen, gilt es, einen Nationalpark durchqueren oder besser gesagt: Dänemarks letzte Wildnis an der rauen Nordsee - den Nationalpark Thy.

Wo endet Zivilisation und beginnt ungezähmte Natur? Genau hier. Dieses etwa 55 km lange Schutzgebiet zwischen Hanstholm und Agger Tange an der Nordwestküste Jütlands wird nicht umsonst „Dänemarks letzte Wildnis“ genannt. Es ist eine raue, dramatische Dünenlandschaft, die seit 2008 unter Schutz steht und ihre Besucher mit urwüchsiger Schönheit und fast meditativer Stille belohnt, eine Landschaft zwischen Dünen, Heide und kristallklaren Seen.

 

Eine völlig andere Energie pulsiert in Cold Hawaii. Die Dörfer Klitmøller und Nr. Vorupør sind das Surf-Mekka Nordeuropas und strahlen eine coole, entspannte Atmosphäre aus. Das wollen wir uns nicht entgehen lassen. Inzwischen hat der Regen aufgehört und der Himmel ist eine wilde Mischung aus tiefem Blau und schnell dahinziehenden Wolken. Das dabei entstehende wechselnde Licht/Schatten-Spiel läßt die Landschaft förmlich in dramatischer Stimmung erglühen. Wir parken unser Auto in Klitmøller und kämpfen uns gegen den Wind an den Strand, um die Surfer bei ihren waghalsigen Manövern zu beobachten. Ein großartiges Schauspiel... Wir erreichen Thyholm, unsere Unterkunft liegt direkt am Wasser, morgen geht es wieder aufs Rad - wir freuen uns schon darauf.

 

Eine Anmerkung zur Elektromobilität:

 

Über die Lade-Infrastruktur muss man sich in Dänemark keine Sorgen machen, aber das Spiel mit unterschiedlichen Regeln, Preisen, Apps und Zahlungsmöglichkeiten ist genauso schlecht wie bei uns in Österreich...

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