Wir lassen Aarhus hinter uns und steuern unseren ID.7 Pro Tourer weiter nach Norden. Unser Ziel ist die Nordspitze Jütlands rund um Skagen mit ihren beeindruckenden Wanderdünen. Doch auf halber Strecke verlangt die dänische Landschaft nach Aufmerksamkeit (weil Verena das ausgekundschaftet hat). Wir nutzen also die Fahrt für einen aktiven Zwischenstopp in Hobro am Mariager Fjord, dem längsten Fjord Dänemarks. Wir wollen auf der berühmten Panoramaroute wandern – der erste Wanderweg Dänemarks, der mit dem anspruchsvollen Premium-Zertifikat des Deutschen Wanderinstituts ausgezeichnet wurde.
Wir entscheiden uns, den etwa 10 Kilometer langen Rundweg gegen den Uhrzeigersinn zu gehen. Unser Startpunkt ist der beschauliche Jachthafen von Hobro. Diese Richtung hat einen großen Vorteil: Das Naturerlebnis beginnt völlig entspannt direkt auf Meereshöhe (und solange das gute Wetter noch hält). Der schmale Pfad führt uns kilometerweit unmittelbar an der ruhigen Wasserkante des Fjords entlang. Zur linken Seite ragen dichte Buchenwälder empor, zur rechten plätschert das tiefblaue Wasser. Die Kulisse ist von einer tiefen, maritimen Ruhe geprägt. Auf diesem ersten Teilstück spürt man intensiv, wie tief sich der Fjord hier in das jütländische Festland hineingeschnitten hat.
Nach der Hälfte der Strecke ändert der Weg seinen Charakter grundlegend. Aus den Buchenwäldern werden wilde Wacholderbüsche, aus dem flachen Uferpfad wird ein überraschend sportlicher Aufstieg. Über schmale Pfade und naturbelassene Holztreppen geht es oft bergauf und bergab, bis wir die Hügelketten der Bramslev Bakker erreichen. Oben angekommen, öffnet sich das Panorama, die steilen, eiszeitlich geformten Hänge fallen fast senkrecht zum Fjord ab und sind überzogen von weiten Heideflächen und eben diesen dichten Wacholderbüschen. Der weite Blick über die weite Fjordlandschaft zeigt eindrucksvoll, warum dieser Weg so bekannt ist.
Der Rückweg führt uns über kleine Holzüberstiege direkt hinein in die weitläufigen, eingezäunten Naturschutzgebiete. Hier treffen wir auf die eigentlichen Stars der Route: friedliche Rinder und Schafe, die sich frei auf den Hügeln bewegen. Sie fungieren als natürliche Rasenmäher und sorgen dafür, dass die charakteristische Heidelandschaft nicht verwildert. Auf schmalen Trampelpfaden wandert man direkt an den Tieren vorbei – eine wunderbare, ursprüngliche Dynamik, die perfekt zum naturnahen Konzept des Weges passt.
Fazit: Das ideale Kontrastprogramm zu den Stadterlebnissen
Nach gut vier Stunden (eine Mittagspause und viel Fotopausen) erreichen wir wieder den Jachthafen von Hobro. Das Prädikat „Premiumwanderweg“ ist absolut verdient: Die Beschilderung ist lückenlos und die Kombination aus schattigem Wald, direktem Wasserkontakt und dramatischen Aussichtspunkten ist extrem spannend. Für uns war dieser Stopp der perfekte Rhythmusbrecher für den Roadtrip. Frisch durchgelüftet und mit vollen mentalen Akkus steigen wir wieder in den ID.7. Heute warten noch die Dünen von Skagen, die wir dann auch am Spätnachmittag erreichen. Mehr als ein kurzer Spaziergang wird es heute nicht mehr. Ausserdem gibt es heute eine konsequente Schwarzweiss-Fotostrecke….













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