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Eilmeldung: Geplantes Ende der Sachbezugsbefreiung für E-Autos

Es ist kaum zu fassen: Nachdem bereits im vergangenen Jahr die Befreiung von der motorbezogenen Versicherungssteuer für E-Autos gefallen ist, soll nun auch noch die Steuerbefreiung beim Sachbezug für Dienstautos gestrichen werden. In einer so kritischen Phase der Mobilitätswende legt Österreich damit faktisch den Rückwärtsgang ein – mit fatalen Folgen für Umwelt und Wirtschaft.

 

Diese Streichung bremst den Flottenaustausch massiv. Firmenwagen machen den absoluten Großteil der Neuzulassungen aus. Fällt dieser finanzielle Anreiz weg, werden aus reiner Kostensicht wieder Verbrenner gekauft, die dann weitere 10 bis 15 Jahre CO2 ausstoßen. Gleichzeitig trocknet der Gebrauchtwagenmarkt für Private in den kommenden Jahren aus, und Österreich riskiert am Ende teure EU-Strafzahlungen wegen verfehlter Klimaziele. Auch wirtschaftlich ist das ein Schuss ins Knie: Unsere heimische Zuliefererindustrie hat Milliarden in die Transformation zur E-Mobilität investiert. Stagniert der Markt vor der eigenen Haustür, fehlen Skaleneffekte, was langfristig Arbeitsplätze am Standort gefährdet.

 

Ein Blick über die Grenzen zeigt, wie kluge Standort- und Umweltpolitik funktioniert: Norwegen hat E-Autos so lange massiv gefördert, bis der Umstieg unumkehrbar war. Die Niederlande haben genau über den Hebel der Dienstwagen-Besteuerung ihre Flotten elektrifiziert und damit auch den Ausbau der Ladeinfrastruktur angetrieben. Frankreich knüpft Förderungen klug an die CO2-Emissionen bei der Fahrzeugproduktion und schützt so die europäische Industrie vor billigen, mit Kohlestrom produzierten Importen.

 

Besonders Dänemark sollte uns eine laute Warnung sein: Das Land hat 2016 genau den Fehler gemacht, den Österreich jetzt plant, und die Steuerbefreiungen zu früh gestrichen. Die Folge? Der E-Auto-Markt brach komplett ein! Erst durch eine radikale Kurskorrektur hin zu einem strikten Bonus-Malus-System (Steuererleichterungen für E-Autos, finanziert durch hohe CO2-Strafsteuern für Verbrenner) konnte der Markt gerettet werden. Heute liegt der E-Anteil dort bei über 80 Prozent.

 

Österreich ist gerade dabei, sehenden Auges exakt diesen dänischen Fehler zu wiederholen. Anstatt die Technologie der Zukunft durch neue Abgaben abzuwürgen, bräuchten wir ein intelligentes System, das emissionsfreie Mobilität weiter belohnt. Es ist höchste Zeit, dass die Politik hier Weitblick beweist, anstatt den Ast abzusägen, auf dem unsere Wirtschaft und unser Klima sitzen.

 

Alle Details dazu findet man im Download:

 

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Geplantes Ende der Sachbezugsbefreiung und die fatalen Folgen
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