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Eilmeldung: Solar-Boom stoppt fossiles Wachstum!

Die globale Energiewirtschaft erlebt einen historischen Wendepunkt. Laut dem aktuellen "Global Electricity Review 2026" von der Denkfabrik Ember hat das beispiellose Wachstum von sauberen Energiequellen im Jahr 2025 dazu geführt, dass der gesamte Anstieg der weltweiten Stromnachfrage komplett durch sie gedeckt werden konnte. Das Ergebnis ist eine echte Sensation: Zum ersten Mal seit dem Pandemiejahr 2020 und zum erst fünften Mal in diesem Jahrhundert gab es weltweit kein Wachstum bei der Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen. Tatsächlich sank diese sogar leicht um 0,2 Prozent. Wir erleben den Beginn einer Ära des sauberen Wachstums und das Ende des fossilen Wachstums im Stromsektor.

Hier sind die vier wichtigsten Erkenntnisse der internationalen Studie:

 

1. Sonnenenergie als unangefochtener Spitzenreiter

Die Solarenergie hat ihre Rolle als dominierender Treiber des Wandels in der globalen Stromwirtschaft zementiert. Ihr Rekordwachstum von 636 Terawattstunden (TWh) – ein Plus von beeindruckenden 30 Prozent gegenüber 2024 – deckte im Alleingang 75 Prozent des weltweiten Anstiegs der Stromnachfrage ab. Um diese Zahl greifbar zu machen: Dieser alleinige Zuwachs an Solarstrom im Jahr 2025 entspricht dem Doppelten der gesamten jährlichen Stromnachfrage von Großbritannien. Insgesamt erzeugt die Welt durch Sonnenkraft heute eine Strommenge, die so groß ist wie die gesamte Stromnachfrage der Europäischen Union. Solar- und Windkraft gemeinsam konnten 2025 sogar 99 Prozent des globalen Nachfragewachstums stillen.

 

2. Erneuerbare Energien überholen die Kohle

Ein weiterer Meilenstein: Zum ersten Mal seit 100 Jahren haben die erneuerbaren Energien die Kohlekraftwerke überholt. Dank des rasanten Ausbaus von Solar- und Windenergie, gepaart mit Wasserkraft, trugen die Erneuerbaren 2025 erstmals mehr als ein Drittel (33,8 Prozent) zur weltweiten Stromerzeugung bei. Im Gegenzug fiel der Anteil der schmutzigen Kohlekraft erstmals in der Geschichte auf unter ein Drittel des Strommixes.

 

3. Die Giganten drehen bei: Historische Wende in China und Indien

Dieser globale Rückgang der fossilen Stromerzeugung wurde maßgeblich von einer beispiellosen Trendwende in China und Indien vorangetrieben. 2025 war das erste Jahr in diesem Jahrhundert, in dem die fossile Stromerzeugung in beiden Ländern – den weltweit größten beziehungsweise drittgrößten Produzenten von Fossil-Strom – gleichzeitig zurückging.

China verzeichnete ein Minus bei der fossilen Erzeugung von 0,9 Prozent (56 TWh). Das Land trieb den Solar-Ausbau aggressiv voran und machte mehr als die Hälfte des weltweiten Anstiegs aus.

Indien erlebte dank starker Solar-, Wind- und Wasserkraft ebenfalls einen Rückgang der fossilen Erzeugung um 3,3 Prozent (52 TWh).

 

4. Batterien machen Sonnenenergie rund um die Uhr verfügbar

Der massive Ausbau der Solarenergie wird zunehmend von stationären Batteriespeichern flankiert. Die Kosten für Batterien sind das zweite Jahr in Folge massiv eingebrochen: Nach einem Minus von 20 Prozent im Jahr 2024 fielen die Preise 2025 um nochmals 45 Prozent. Dies ermöglicht den nächsten Paradigmenwechsel im Stromnetz – von rein tagsüber verfügbarer Sonnenenergie hin zu sogenannter "Anytime Solar". Vorreiter-Länder wie Chile und Australien konnten bereits über 50 Prozent ihrer neuen Solarerzeugung durch große Netzspeicher in die Abend- und Nachtstunden verschieben.

 

Fazit:

Die Dynamik der Energiewende ist keine bloße Ambition mehr, sondern knallharte strukturelle Realität. Die sauberen Energien skalieren mittlerweile so schnell, dass sie die steigende globale Nachfrage auffangen und die fossile Erzeugung abflachen lassen, bevor diese unweigerlich weiter sinken wird. In einer Zeit, die in nur vier Jahren von zwei massiven "Fossil-Schocks" (Russlands Krieg in der Ukraine und Konflikte im Nahen Osten) geprägt wurde, erweist sich die schnelle Abkehr von teuren fossilen Importen als bester Garant für wirtschaftliche Stabilität. Jetzt ist es an der Politik und Wirtschaft, auch die Stromnetze und die regulatorischen Rahmenbedingungen endlich an diese neue Realität anzupassen.

 

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Global Electricity Review 2026.pdf
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