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E-Mobilität schützt vor Strafzahlungen

Die aktuelle Studie des Umweltbundesamtes im Auftrag des Finanzministeriums zeigt es überdeutlich: Österreich wird sein Klimaziel 2030 mit dem aktuellen politischen Kurs deutlich verfehlen. Setzt die Politik nicht zusätzliche Maßnahmen im Klimaschutz, wird die Republik bis 2030 um bis zu 20 Megatonnen CO2 mehr erzeugen als erlaubt. 

 

Das ist fatal, denn bis 2030 will die EU den Ausstoß der klimaschädlichen Gase im Vergleich zum Jahr 1990 um 55 Prozent senken. Um dieses Ziel zu schaffen, hat sich jeder EU-Mitgliedstaat dazu verpflichtet, selbst seine Emissionen zu reduzieren. Für Österreich lautet das Ziel: Bis 2030 sollen um 48 Prozent weniger Treibhausgase in die Atmosphäre entweichen als noch im Jahr 2005 – dem Jahr mit dem bislang höchsten CO2-Ausstoß. Schafft Österreich das nicht, muss die Republik Emissionszertifikate von anderen Staaten zukaufen, mit denen sie ihr eigenes Versäumnis ausgleichen kann. Die Schätzungen der Höhe der Strafzahlungen gehen von 5,9 bis zu 9,1 Milliarden Euro.

 

Der Verkehrssektor ist in Österreich ein Hauptverursacher von CO₂-Emissionen und macht inzwischen rund ein Drittel der gesamten Emissionen aus, wobei der Straßenverkehr, insbesondere PKWs und LKW, den größten Anteil hat, mit einer massiven Steigerung seit 1990 trotz Bemühungen um Reduktionen. Die Emissionen des Verkehrs sind der einzige Sektor, der seit 1990 gestiegen ist, was die Klimaziele gefährdet. Trotz der Zuwächse bei E-Autos und dem grossen Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen (87,5 %) hat Österreich im EU-Vergleich einen der höchsten Pro-Kopf-CO2-Ausstöße im Straßenverkehr. Dies liegt vor allem an dem (wenn auch sinkenden) Bestand an älteren Verbrennungsmotoren und unter anderem am hohen Transitaufkommen. 

 

Dass die E-Mobilität einen ganz wesentlichen Einflussfaktor auf die CO2-Bilanz hat, zeigt uns der Vergleich mit Dänemark, klarer EU-Spitzenreiter bei E-Pkw-Neuzulassungen, starker Ausbau der Ladeinfrastruktur und damit starke Reduzierung der Emissionen im Verkehr. Dänemark ist bei der E-Mobilität führend (67 % E-Pkw bei Neuzulassungen Ende 2025), während Österreich im Mittelfeld liegt (ca. 22 % Ende Mai 2025), was sich massiv positiv auf die dänische CO2-Bilanz auswirkt. Also: Dänemark nutzt die E-Mobilität bereits effektiv zur CO2-Reduktion, während Österreich aufgrund des langsameren Umstiegs und der großen Verbrennerflotte noch Aufholbedarf hat, um das volle Potenzial der E-Mobilität für seine Klimaziele zu erschließen und Strafzahlungen zu vermeiden. 

 

Fazit: Der Verkehr stellt ein zentrales Problem für Österreichs Klimaziele dar, da er der einzige Sektor ist, in dem die Emissionen nach wie vor hoch sind und seit 1990 deutlich zugenommen haben. Dazu kommt noch die Liste an Subventionen, mit denen der Staat klimaschädliches Verhalten fördert, wie. z.B. das Dieselprivileg. Pro Jahr fließen in Österreich 4,1 bis 5,7 Milliarden Euro an staatlichen Mitteln in Förderungen, die klimaschädliches Verhalten oder Produkte begünstigen. Es trägt also jährlich Steuergeld dazu bei, dass noch mehr Treibhausgase ausgestoßen werden. Würde man diese Gelder in die Förderung sauberer Mobilität investieren (siehe Dänemark, Norwegen oder aktuell Deutschland, wo der Kauf vom Staat mit 1500 bis 6000 Euro ab 1. Januar 2026 bezuschusst wird) sowie in die massive Weiterentwicklung erneuerbarer Energiequellen und -technologien, sähe die zukünftige Bilanz in Österreich anders aus.

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Kommentare: 1
  • #1

    Anton Wintersteller (Donnerstag, 12 März 2026 07:32)

    eMobilität billiger und sinnvoller
    Ich gehöre zu der Zielgruppe, die das eAuto im Nahbereich als Ergänzung zu den Öffis, zum Radfahren und zu Fuß gehen nützt.
    Vor zwei Jahren war das Angebot von kleinen eAuos noch gering, habe dennoch ein erschwingliches eAuto unter € 20.000 gefunden (DACIA SPRING).
    Monatlich fahre ich 400-500 km, das bedeutet dreimal laden für jeweils 150 km. Dazu brauche ich etwa 20 kw/h, das sind etwa € 4.-/Ladung, also
    aus dem Taschengeld finanzierbar. Einhundert KM kommen damit auf 2,70 – 3 €.
    Servicekosten kann man vernachlässigen, Reparatur, Verschleißteile ebenso. Versicherung incl. Steuer € 200,-

    Aber nicht die Kosten waren für den Kauf entscheidend, sondern die Überlegung eine nachhaltige Lösung mit erneuerbare Energie zu finden.
    Sicher braucht es Umgewöhnung; ich habe die Möglichkeit auf 600 m Entfernung zwei Ladestationen nützen zu können. Die Ladezeit verbinde ich mit Einkauf und Spaziergang.
    Dass in einer neuen Wohnanlage nicht für Ladestationen vorgesorgt wurde finde ich schade. Was die Dichte der Ladepunkte, die Preisauszeichnung und eine praktische Zahlungsmöglichkeit betrifft, ist einiges nachzuholen. Durch neue Modelle an Kleinwagen ist E-Mobilität heute im Alltag angekommen. Ich hoffe, dass die meist unsachlichen Vorbehalte bald überwunden sind.
    Eines ist sicher, jammern über die Spritpreise und Verteidigung der Verbrenner nützen gar nichts. Der Blick voraus ist wichtig und da kommt man an der eMobilität nicht vorbei.

    Anton Wintersteller
    Seekirchen am Wallersee
    Tel 0650 400 1968