Viele Autofahrer:innen stellen sich die gleiche Frage: Soll ich meinen alten Verbrenner noch fahren, bis er auseinanderfällt – oder ist es ökologisch besser, jetzt schon auf ein Elektroauto umzusteigen? Vermutlich schon heute, jedenfalls aus Klimasicht. Doch ein genauer Blick lohnt sich, denn die Antwort ist differenziert – aber klar: Je früher, desto besser – sofern dein aktuelles Auto ohnehin ersetzt werden muss.
Warum der Zeitpunkt entscheidend ist
Jedes Auto – egal ob mit Verbrennungs- oder Elektromotor – verursacht bei der Herstellung CO₂. Darum ist es nicht sinnvoll, ein funktionierendes, sparsames Auto vorschnell zu verschrotten. Doch sobald ohnehin ein Fahrzeugwechsel ansteht, ist der Umstieg auf ein E-Auto aus Umweltsicht die bessere Wahl – und das schon nach kurzer Zeit.
Die Faustregel (2025):
Warum E-Autos langfristig klar im Vorteil sind
• Strom wird immer grüner: Der österreichische Strommix liegt bereits zu rund 80 % aus erneuerbaren Quellen.
• Batterien werden nachhaltiger produziert – mit Recyclingquoten über 90 %.
• CO₂-intensive Fahrzeuge werden teurer, durch steigende CO₂-Abgaben und strengere Emissionsgrenzen.
• Ladeinfrastruktur wächst rasant: In Österreich gibt es über 20.000 öffentliche Ladepunkte (Tendenz stark steigend).
Beispiel aus der Praxis
Ein 10 Jahre alter Diesel (6 l/100 km) verursacht pro Jahr rund 2,5 t CO₂ (bei 15.000 km). Ein neues E-Auto – geladen mit österreichischem Strommix – verursacht im Betrieb etwa 0,9 t CO₂/Jahr. Selbst wenn man die Batterieproduktion berücksichtigt, ist der ökologische Vorteil nach 2–3 Jahren erreicht. Wird mit Ökostrom geladen, verbessert sich die Bilanz sofort ab dem ersten Kilometer.
Fazit
Wer ökologisch denkt, sollte umsteigen, sobald der nächste Autokauf ohnehin ansteht – und nicht länger warten, denn Strom wird jedes Jahr sauberer, Benzin nicht.




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